Donnerstag, Februar 26, 2015


Wer an Australien denkt, der denk wohl auch automatisch an Sydney (zumindest geht es mir so).
Viele beginnen ihren Urlaub ja auch in dieser gigantischen Stadt und ich persönlich habe mich auf Sydney von allen Städten, die ich im Laufe dieser Rundreise besuchen durfte, am meisten gefreut. Ich war ganz kribbelig als wir endlich auf dem Flughafen landeten.

Sydney ist die Hauptstadt des Bundesstaates New South Wales und mit 4,6 Mio. Einwohnern auch die größte Stadt Australiens. Allerdings ist sie nicht die Hauptstadt Australiens, das ist Canberra. Weil sich Sydney und Melbourne nicht einigen konnten, wer von ihnen die bessere Hauptstadt abgeben würde, hat man sich für eine Kompromisslösung entschieden. Keine der beiden Städte wird es, sondern man baut einfach eine neue Stadt. Eine Planhauptstadt. Tja, wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte, oder wie war das?

Nach unserer Ankunft ging es gleich auf Stadtrundfahrt und dieses mal war es für mich kein Pflichtprogramm.
Eine der ersten Stationen war der "Dawes Point Park" von dem man einen perfekten ersten Blick auf das berühmte "Sydney Opera House" hat.
Ich war ganz aus dem Häuschen vor Freude.

Kein anderes Gebäude der Welt gleicht diesem Opernhaus. Mit seinen markanten schalenförmigen Dächern, die wie aufgeblähte Segel wirken, ist es einfach unverwechselbar. Es wurde von dem dänischen Architekten Joern Utzon (1918 - 2008) entworfen.
Das Opernhaus kann natürlich auch besichtigt werden. Wir haben so eine Tour mitgemacht und ich würde sagen: Muss man nicht unbedingt gemacht haben.
So spektakulär das Opernhaus von außen aussieht, so "normal" wirkt es von innen. Uns wurde vor der Tour von unserem Tour-Guide eingeschärft, dass wir keine Fotos machen dürfen, aber ich hätte auch nicht gewusst, was ich hätte fotografieren sollen. Vermutlich ist es etwas anderes, wenn man sich dort eine der Aufführungen ansieht, das soll dann doch wieder sehr schön sein habe ich gehört, konnte es aber nicht ausprobieren.


Ein weiteres Highlight für mich war die fast ebenso berühmte "Harbour Bridge" (ja, da kam dann im Urlaub doch mal der Ingenieur in mir durch...). Die einbogige "Harbour Bridge" wird auch Kleiderbügel genannt und verbindet seit 1932 die City auf der Hafensüdseite mit dem Wohnviertel im Norden.
Man kann sogar eine Führung über den Brückenbogen machen. Es hat mich ja in den Fingern gejuckt das auch zu machen, aber die Warteschlange war ewig lang... (vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal)


Wer in Sydney ist, der kommt vermutlich auch nicht am Stadtviertel "The Rocks"vorbei, welches im Schatten der "Harbour Bridge" zu finden ist. Das Viertel war im Jahre 1788 Ausgangspunkt der ersten Kolonialisierung in Australien. Das Armenviertel mit Lagerhallen und dunklen Spelunken galt lange Zeit als Schandfleck der Stadt. Erst 1970 besann man sich und bewarte die historischen Gebäude vor dem Abriss. Mittlerweile wurden die Gebäude und Straßen restauriert. Heute ist das Viertel eine Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart.

Wir haben dann so ziemlich den gesamten Hafen einmal umrundet. Vorbei am berühmten "Bondi Beach", an dem die Hölle los war, bis zur Einfahrt in den Naturhafen von Sydney. Von den Felsen hat man einen wirklich tollen Blick.

Nachdem wir Sydney nun schon zu Lande erkundet hatten folgte noch eine Hafenrundfahrt, so dass man die Stadt und das Opernhaus noch aus der Wasserperspektive bewundern konnten. Zusammen mit ganz vielen kleinen und großen Segelbooten, die kreuz und quer durch den Hafen schippern.


Wer in Sydney ist und sich für die Unterwasserwelt interessiert, dem kann ich auch das "Sea Life Sydney Aquarium" in "Darling Harbour" empfehlen. Es ist wirklich sehr schön gemacht. Besonders die Unterwassertunnel, durch die man läuft fand ich toll.




Generell sollte man, wenn man vor hat nach Sydney zu fliegen/fahren, etwas mehr Zeit einplanen, denn es gibt hier jede Menge zu entdecken und diese ganz besondere Atmosphäre, die die Stadt ausstrahlt in sich aufzunehmen.


Aber auch rund um Sydney gibt es noch vieles zu entdecken. So führte uns ein Ausflug in die "Blue Mountains".

Erster Stopp war der "Featherdale Wildlife Park", wo man die einheimischen Tierarten hautnah erleben konnte. Wallabys hüpfen einem hier einfach über den Weg bzw. schauen in denen Tachsen nach, ob du nicht was essbares dabei hast ^^


Aber auch die anderen australientypischen Tiere waren hier vertreten.

Chillende Koalas:


Oder auch chillende Kängurus (im Hintergrund sieht man noch wie sich ein junger Emu an mich heranpirscht, der wollte auch nachsehen, ob da in der Tasche nicht was essbares ist):


Dann gab es sogar noch eine kleine Vorstellung. Eigentlich halte ich nicht viel von solchen "Kunststückchen" aber das war irgendwie beängstigend und faszinierend gleichzeitig. Wie sich dieser 6 m Koloss aus dem Wasser katapultiert hat. Der war so schnell, dass ich nur das erste und das letzte Bild machen konnte. Das in der Mitte ist von einer Mitreisenden, die genau den Moment fotografiert hat, der mir fehlt.


Natürlich gab es (typisch australisch eben) auch den ein oder anderen Wombat (links) und sogar einen Tasmanischen Teufel (rechts):


Schließlich ging es dann weiter in die "Blue Mountains". Diese Sektion der "Great Dividing Range" hat ihren Namen wegen des blauen Dunstes, den Millionen von Eukalyptusbäumen durch aufsteigende ätherische Öle im Sonnenlicht entstehen lassen.



Eines der berühmtesten Felsformationen in den "Blue Mountains" sind die "Three Sisters" - drei Felssäulen mit einer Höhe von 910 m. Den besten Blick hat man vom "Echo Point" aus auf die "Drei Schwestern"

Eine australische Trauimzeitlegende der Aborigines besagt, dass die drei Schwestern Meehni, Wimlah, und Gunnedoo hier mit ihrem Vater, Tyawan, einem Zauberdoktor, lebten. Nahebei wohnte auch der Bunyip, vor dem sie Angst hatten.
Eines Tages erschrak Meehni, als sie einen Tausenfüssler erblickte und warf nach diesem einen Stein, der aber über die Klippen rollte. Bunyip wachte auf und war verärgert; als er die Schwestern erblickte, ging er wütend auf sie los. Tyawan nahm seinen Zauberknochen und verwandelte die drei nahe beieinander stehenden Schwestern in drei Felstürme, um sie zu schützen.
Der Bunyip wandte sich nun gegen Tyawan, der sich selber in einen Leierschwanz verwandte und davonflog. Dabei verlor er seinen Zauberknochen, den er auch heute noch sucht; die drei Schwestern warten und hoffen, dass er ihn bald findet.

Leider mussten wir die Tour dann früher als erwartet abbrechen, da im Tal ein Bush-Brand ausgebrochen war, der sich mit großer Geschwindigkeit ausbreitete. Die Feuerwehr hat daraufhin alle Besucher evakuiert. In dem dichten brauen Rauch, war es garnicht so einfach den Bus wieder...

So ging es früher als geplant zurück nach Sydney. 


Die drei Tage in Sydney vergingen wie im Flug. Es gab einfach so viel zu entdecken und erleben und doch erwartet uns schon das nächste Highlight der Rundreise.

Am frühen morgen ging es wieder zum Flughafen und zu unserem Flug in der "Red Center". Zum Ayers Rock!

Australienrundreise 2011 Teil 04 - Sydney und die Blue Mountains

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Sonntag, Februar 22, 2015


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Dienstag, Februar 17, 2015



Wir hangeln uns langsam an der Südküste Australiens von West nach Ost. Und so ging es mit einem weiteren Flug von Adelaide nach Melbourne.
Melbourne ist die Hauptstadt von Victoria und mit ca. 4,2 Mio. Einwohnern die zweitgrößte Stadt Australiens.
Die Stadt ist für „Stadt-Muffel“ wie mich schon interessanter als z.B. Adelaide, vor allem wegen der vielen sehr schön angelegten Parks. Die Menschen in Melbourne lieben Blumen und das sieht man auch.
Bei unserem Aufenthalt war das Thema gerade Orchideen :-)


In einer der Parkanlagen, genauer gesagt in den "Fitzroy Gardens" die bereits 1848 auf 26 Hektar angelegt wurde, kann man sich "Captain Cooks' Cottage" das ansehen.
Cook's Cottage ist das einzige im 18. Jahrhundert erbaute Gebäude in Melbourne. Ursprünglich wurde es 1755 in Yorkshire (England) erbaut. 1933 wurde es abgebaut und nach Australien transportiert. 
Viele Menschen erinnert es an den Entdecker der australischen Ostküste, James Cook, der Melbourne und Victoria allerdings nie betreten hat. 
Cook's Cottage wurde von seinen Eltern gebaut und später auch besessen, ob James Cook das Haus je gesehen hat, weiß man nicht. 




Und so stößt man bei einem gemütlichen Spaziergang durch den Park auf dieses kleine „Hexen“-Häuschen. Hätte man mir nicht gesagt, dass es sich dabei um das Haus von Mr. Cook handelt, hätte ich es wohl nicht weiter beachtet.

Die Besichtigung kostet Eintritt und ist nicht unbedingt ein „Must-See“. Das Innere des Hauses wurde restauriert oder nach historischem Vorbild rekonstruiert. Rund um das Haus ist ein Bauerngarten im Stil der Zeit angelegt, am Flaggenmast weht der Union Jack, unter dem Captain Cook segelte und Australiens Osten für Großbritannien in Besitz nahm.

Wie gesagt es ist ganz nett, aber wenn einen solche alten Nachbauten nicht so wirklich interessieren kann man sich den Eintritt sparen und das Häuschen einfach einmal kurz von außen betrachten.

Nach diesem kleinen Ausflug in die Vergangenheit ging es weiter zu einem von Melbournes beliebtesten Vororten. 



St. Kilda liegt ca, 6 km südlich von Melbourne und ist besonders beliebt bei Backpackern, da die Übernachtungspreise hier noch human sind. Außerdem gibt es hier eine wirklich schöne Strandpromenade.


Nach einer recht kurzen Nacht (Mein Zimmer war in der obersten Etage direkt neben dem Fahrstuhl) sollte es am nächsten Tag auf die „Great Ocean Road“ gehen. Obwohl seit meiner Ankunft ein Highlight das nächste jagte war die Vorfreude hier noch einmal etwas größer, denn über diese Tour hatte ich schon vorher einiges gelesen und konnte mir vorstellen, was da auf mich zukam.



Vielleicht war es genau diese Vorfreude, die mir dann erstmal ein langes Gesicht bescherte, denn schon vom Bett aus hörte ich das verdächtige leise Platschen, das sich nach einem Blick aus dem Fenster bestätigte.

Es regnete!

Wie konnte es denn ausgerechnet heute, wo wir eine der schönsten Küstenstraßen der Welt befahren wollten, regnen?

Naja, was soll man machen…Schnute ziehen und in den tiefsten Tiefen des Koffers nach der Regenjacke gesucht (die ich im Übrigen nur dabei hatte, weil es in Deutschland bei der Abreise so elendes Wetter hatte).

Meine Mitreisenden waren ähnlich begeistert wie ich von dem Regen, aber es half ja nichts. Wir sprachen uns also gegenseitig Mut zu und marschierten zum Bus.

Zu unser aller Überraschung und Freude wurde es mit jedem Kilometer den wir uns von der Stadt entfernten schöner, bis schließlich die Wolken aufrissen und uns einen strahlend blauen Himmel präsentierten.

Das erste Highlight des Tages war der Stopp bei den Papageien. Die haben uns regelrecht überfallen und sind auf einem herumgehüpft. Einige Damen aus der Gruppe fanden das eher weniger witzig und sind etwas hysterisch, verfolgt von einer Schar Papageien die das Futter haben wollten, durch die Gegen gelaufen. Das fand ich persönlich dann noch lustiger. Allerdings war ich schon froh, dass da kein Malheur passiert ist, während die auf mir herumgeklettert sind.



Danach ging es dann endlich auf die Küstenstraße.

Die „Twelve Apostles“ sind wohl eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Australiens und bestimmt schon millionenfach fotografiert. Die Kalksteinfelsen ragen vor der Küste bis zu 60 m in die Höhe.
Eigentlich bestanden die "12 Apostel" nur aus 9 Kalksteinsäulen, eine ist allerdings 2005 in sich zusammen gebrochen (auf dem Bild sieht man unten links noch die Überreste...), so dass es jetzt nur noch 8 sind...
Trotzdem fand ich die Felsen sehr beeindruckend und habe sie natürlich, wie jeder andere auch, fotografiert.


Die "Great Ocean Road" hat aber noch mehr zu bieten als nur die "Twelve Apostles". Zum Beispiel die "Loch Ard Gorge"
Die Schlucht wurde nach dem Klipper Loch Ard benannt, der nahe Muttonbird Island am 1. Juli 1878 vor dem Ende einer dreimonatigen Schiffsfahrt von Großbritannien nach Melbourne im Nebel auf Grund lief und sank. Von 54 Passagieren und der Mannschaft überlebten nur Tom Pearce, ein Schiffsjunge, und Eva Carmichael, eine Irin, die mit ihrer Familie einwandern wollte.


Der "Loch Ard Gorge" ist eine Klippe, der "Island Archway" vorgelagert. Auch hier nagt der Zahn der Zeit bzw. Wind und Wetter an den Klippen. 
2009 stürzte der Brückenbogen ein. Interessanterweise findet man in Australien-Kalendern immernoch den unversehrten Bogen. Vermutlich macht der sich auf Bildern einfach besser als ein "Brückenbogen" ohne Bogen...


Irgendwie hatte ich nur zusammengebrochene Bögen, denn auch die nächste Sehenswürdigkeit, der sogenannte "London Arch" (früher hieß er mal "London Bridge") ist nicht mehr ganz heile. 1990 brach einer der Doppelbögen zusammen und trennte den Felsen vom Festland. 
Unglücklicherweise befanden sich beim Einsturz noch zwei Touristen auf dem Felsen, die dann mit dem Helikopter gerettet werden mussten.


Wer die Zeit hat und auf eigene Faust die "Great Ocean Road" entlang fährt kann hier bestimmt noch sehr viel mehr entdecken. Für uns ging es nun leider wieder zurück nach Melbourne, denn am nächsten Tag mussten wir schließlich unseren Flug nach Sydney erwischen.


Australienrundreise 2011 Teil 03 - Melbourne und die Great Ocean Road

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Sonntag, Februar 15, 2015


Wochenbild #03 - Cabot Trail (Nova Scotia)

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Montag, Februar 09, 2015



Von Perth ging es mit einem kurzen Inlandsflug nach Adelaide, der Hauptstadt von South Australia.
Adelaide an sich fand ich persönlich eher unspektakulär. Es war sogar so unspektakulär, dass ich auf der Stadtrundfahrt nicht mal ein Foto gemacht habe… tut mir leid...
Vermutlich ist die Stadt eher für Weinliebhaber interessant, denn in South Australia liegen etliche Weinregionen, z.B. Barossa, das unter Weinkennern vielleicht ein Begriff ist. Mich als absoluten Nicht-Weintrinker hat das aber nicht sonderlich interessiert. Deswegen gibt es von mir nicht viel zu Adelaide zu sagen, da meine Erinnerung an diese Stadt doch recht lückenhaft sind.

Ich habe mir nach der Sightseeing-Tour, die natürlich wieder anstand, dann ausnahmsweise noch ein schickes Abendessen im Hotel, ein „Dinner for One“ zum 30. Geburtstag, mit Blick auf die nächtlich beleuchtete Stadt gegönnt. Ist schon schön, wenn sich so ein Lichtermeer unter einem ausbreitet.
Sogar einen wirklich teuren Sekt hab ich getrunken. Alkoholausschank ist in Australien nur mit bestimmten Lizenzen möglich und daher teuer. In vielen Restaurants heißt es deswegen BYO „Bring your own“ und bedeutet genau das! Man geht in das Restaurant und bringt sich einfach seine eigenen alkoholischen Getränke mit (Bier, Wein, etc.), ein kleines Korkgeld ist allerdings für Gläser und das ggf. öffnen der Flasche zu entrichten. Softdrinks können vor Ort gekauft werden.

Am nächsten Morgen hieß es dann früh aufstehen, denn es stand eine Tagestour nach Kangaroo Island auf dem Programm.
Kangaroo Island, Australiens drittgrößte Insel, liegt ca. 16 km vor der Küste der Fleurieu-Halbinsel und ist ein wahres Tierparadies.

Nach einer mäßig langen Fahrt erreichten wir Cape Jervis von wo aus uns die Fähre auf die Insel brachte.
Kangaroo Island ist recht dünn besiedelt und zum größten Teil unter Naturschutz.
Der Name ist allerdings etwas irreführend, denn auf Kangaroo Island gibt es kaum noch Kängurus, allerdings findet man viele der kleineren Wallabys.

Erster Anlaufpunkt auf der Insel war die Seal Bay, wo man eine große Seehundkolonie beobachten kann.



Schön war, dass unser Insel-Guide auch gleichzeitig Ranger war, so dass wir mit ihm direkt auf den Strand zu den Seehunden durften. Natürlich mit einem respektvollen Abstand. Ohne Ranger darf man nämlich nicht auf den Strand und muss warten bis einer Zeit hat.





Nach den Seehunden ging es weiter zu den "Remarkable Rocks", eine der Hauptattraktionen auf der Insel. Es kommt wohl kaum jemand, der Kangaroo Island besucht an den "Rocks" vorbei.

Da fährt man nichtsahnend an der Küste entlang und in der Ferne taucht eine kleine Felsformation auf.

Joa, ein bisschen merkwürdig sieht es aus, aber so von weitem noch nicht wirklich beeindruckend. Aber je näher wir dem Stein kamen, umso mehr staunte ich.
Die Remarkable Rocks sind eine eine Gruppe von Granitbrocken die durch witterungsbedingte Erosion in z.T. bizarre Skulpturen geformt wurden. Diese Felsen sitzen auf einer Granitkuppe die sich steil aus dem Ozean ragt.

Das Terrain ist nicht besonders groß, deshalb muss man sich diese Felsen leider mit vielen anderen Touris teilen.

Die riesigen Felsen sind teilweise unten ausgehöhlt und ein kleines geologisches Wunder. Bei einigen zweifelte ich ernsthaft an der Schwerkraft.
Eisenoxyde und Flechten lassen den grauen Felsen orange leuchten.







Die nächste Station auf unserer Tour über die Insel, war der sogenannte "Admirals Arch". Der Bogen wurde über die Jahrhunderte durch die Erosion der starken Brandung natürlich geformt und mutet leicht seltsam an.
Dieses Gebiet ist auch die Heimat einer Kolonie von Neuseeländischen Pelzrobben.



Mit den Robben näherte sich unsere Rundfahrt auch schon wieder dem Ende. Zurück ging es durch das Landesinnere, welches weitgehend durch Steppe und Eukalyptusbäume geprägt ist.

In einem kleinen Eukalyptushain gab es dann noch einmal einen kurzen Stop. Unser Busfahrer/Tour-Guide/Ranger meinte mit einem Lächeln. "Hier gibt es Koalas, haltet die Augen auf." Und tatsächlich haben wir sie nach einem nicht mal 5-minütigen Spaziergang entdeckt.





Ich hatte mir das so gewünscht. Koalas und Kängurus in freier Wildbahn und nicht im Zoo zu sehen. Nach gerade mal 4 Tagen in Australien hatte ich beide schon gesehen. Und dazu noch so viel anderes. Besser kann es doch nicht mehr werden, oder? Der Großteil der Reise lag zu diesem Zeitpunkt schließlich noch vor mir.

Am späten Nachmittag verließen wir Kangaroo Island mit einer kleinen Propellermaschine und landeten wieder in Adelaide.

Als wir abends dann noch etwas essen wollten, kamen wir noch in den Genuss der australischen Mentalität. Wir wurden ja schon gewarnt, dass australische Restaurants auch mal früher Feierabend machen, wenn nichts los ist.

So standen wir um 19:30 Uhr vor verschlossener Tür und waren dezent perplex. Irgendwie hatten wir DAMIT dann doch nicht gerechnet.
Naja, der Supermarkt um die Ecke hatte Chips und Cola ;-)

Am nächsten Tag ging es dann auch schon wieder weiter nach Melbourne.

Australienrundreise 2011 Teil 02 - Adelaide und Kangaroo Island

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Sonntag, Februar 08, 2015


Wochenbild #02 - Serfaus (Österreich)

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Mittwoch, Februar 04, 2015


Die erste Station auf meiner Rundreise quer durch Australien war Perth ganz im Westen Australiens.

Nach einem Zwischenstopp in Singapur landete ich weitere 7 Stunden Flug später in Perth, Western Australia, wo meine Rundreise beginnen sollte. Zuvor galt es allerdings erstmal die Kontrollen zu überwinden. Das stellte sich als garnicht so einfach heraus, wie man meinen sollte. Zu unser aller Unglück landete nämlich genau an diesem Abend die Queen (Ja! DIE Queen) ebenfalls in Perth. Dementsprechend waren natürlich die Sicherheitskontrollen hochgeschraubt worden, was zu langen Warteschlangen am Ausgang führte.

Irgendwann durften wir dann aber doch den Flughafen verlassen und das Hotel aufsuchen. Ein sanfter 30 °C warmer Wind wehte uns zu nächtlicher Stunde ins Gesicht und ich hatte sofort ein äußerst heimeliges Gefühl. Ich war angekommen. In einem Land, und das wurde mir in dem Moment eigentlich erst richtig klar, von dem ich viel zu wenig wusste und das sich trotzdem irgendwie vertraut anfühlte...

Meine allererste "Amtshandlung" in Perth war dann tags darauf der Kauf eines Hutes. Ich wollte schon immer so einen "Corcodile Dundee"-Hut und ich liebe ihn bis heute :-)

Von der Reisegruppe wurde ich dafür zwar anfangs belächelt, aber am ende der Reise hatte fast jeder einen Hut ^^ (interessanterweise wurden sie von Ort zu Ort teurer).

Die Rundreise begann dann offiziell mit der obligatorischen Stadtrundfahrt.
Perth ist die Hauptstadt von Western Australia. Und Western Australia wiederum ist der flächenmäßig größte australische Bundesstaat (etwa siebenmal größer als Deutschland), allerdings leben dort nur ca. 2 Mio. Menschen, 1,5 Mio. davon in Perth. Damit ist Perth die viertgrößte Stadt in Down Under.

Da ich wirklich nicht so der Städtetyp bin kann über die Stadt ansich leider wenig sagen. Perth ist groß und doch empfand ich es eher als "gemütlich", so arg stressig schien es mir da nicht zu sein, aber ich kann mich auch täuschen.

Die Tour führte uns aber auch zum "Kings Park". Mit der Natur dort konnte ich wesentlich mehr anfangen.

Auf einem Hügel gelegen hat man von dort aus einen fantastischen Blick auf Perth und den Swan River (übrigens: Auf dem Bild ganz oben sieht man sehr schön den Ausblick vom Kings Park auf die Stadt. Die große Wasserfläche ist nicht das Meer, sondern der Swan River). Der Park ist größtenteils naturbelassen und zeigt so sehr schön die heimische Flora. Besonders im Frühjahr (entspricht unseren Herbstmonaten) wenn die Eukalyptusbäume blühen kann man hier die große Farbenpracht bewundern. Da ich Mitte Oktober geflogen bin hatte ich das Glück die Eukalyptusblüten noch zu sehen und war total fasziniert.







Als kleines Highlight, und eigentlich nicht Bestandteil der Stadtrundfahrt, hat uns unser Guide noch zum Friedhof von Perth gebracht.

Wer sich jetzt fragt warum gerade der Friedhof von Perth erwähnenswert ist, hier die

Erklärung:
Dort gibt es wilde Kängurus!

Die Kängurus kommen dorthin, um zu fressen, denn der Friedhofsrasen wird schließlich immer bewässert und ist dadurch schön grün und saftig. So hatten wir hautnah unsere erste Begegnung mit dem Wappentier Australiens. Allerdings sind die Tiere zwar nicht so scheu aber eben auch nicht zahm, also hieß es Abstand halten. Trotzdem war die Begeisterung groß die Tiere so nahe zu sehen, besonders, wenn aus dem ein oder anderen Beutel auch noch ein Kängurubabyköpfchen schaute. Meine Begeisterung war so groß, das die Fotos mit den Minis leider alle verwackelt sind...

Also, wer nach Perth fliegt und irgendwie die Gelegenheit hat, dem kann ich eigentlich nur empfehlen den Friedhof einmal aufzusuchen. Lohnt sich, denn man weiß nie, ob man die Tiere nochmal so nahe vor die Linse bekommt.





Die Kängurus waren ein genialer Abschluss für diesen großartigen ersten Tag. Viel besser hätte so ein Urlaub garnicht beginnen können.

Am nächsten Tag konnte man dann zwischen einem Tag am Strand/in der Stadt und einem Tagesausflug wählen. Natürlich wurde es der Tagesausflug! Ich fliege schließlich nicht so weit um mich dann am anderen Ende der Welt nur an den Strand zu fletzen. Wo kommen wir denn da hin? Wäre ja noch schöner...

Die Fahrt ging in den Nambung National-Park zu den Pinnacles. Hier ragen aus dem gelben Sand bis zu ca. 5 m hohe Kalksteinsäulen in die Höhe (in Wirklichkeit wirken sie allerdings irgendwie kleiner als auf den Bildern die ich so aus dem Internet kannte). Irgendwann werden diese "Säulen" durch Wanderdünen vermutlich wieder verschluckt, doch bis dahin sind sie wirklich sehenswert.

Es hat schon ein bisschen etwas unwirkliches, wenn man so durch den gelben Sand läuft. In einiger Entfernung sind zwar noch andere Touris, aber das Gebiet ist recht groß, so dass sich das Ganze sehr verteilt und man sich die Steine in Ruhe ansehen kann.





Während ich noch versuchte die ersten Eindrücke zu verarbeite ging es einen Tag später dann auch schon weiter zur nächsten Station der Rundreise, nach Adelaide.

Obwohl ich nur 2 Tage in Western Australia verbracht habe, hat mich dieser Seite Australiens wirklich überrascht. In meiner ursprünglichen Reise hatte ich diesen Teil des Kontinents vollkommen ausgespart, weil ich dachte, es gäbe dort nicht so viel zu sehen. Ein Fehler, den ich zum Glück nicht bereuen musste, da meine ursprüngliche Reise nicht zustande kam. :-)

Western Australia bieten noch einiges mehr, doch an dieser Stelle fehlte dann eindeutig die Zeit. Schade, doch es warteten noch so viele andere Orte darauf erkundet zu werden.

Also ging es wieder zum Flughafen, diesmal ohne Warteschlange, und mit dem Flugzeug weiter nach Adelaide um einen weiteren großartigen Flecken Australiens kennenzulernen.

Randnotiz: Wer sich überlegt auf eigene Faust mit dem PKW oder Camper durch Australien zu touren sollte sich an der"Grenze" zu Western Australia auf einige Kontrollen gefasst machen. Es gibt hier wohl einige Einfuhrbeschränkungen. Außerdem werden die Fahrzeuge, die aus dem Osten kommen auf blinde (Kröten-)Passagiere untersucht. Man möchte nicht, dass die Aga-Kröte eingeschleppt wird, die in fast ganz Australien ein ziemliches Problem darstellt.




Australienrundreise 2011 Teil 01 - Perth und Umgebung

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Montag, Februar 02, 2015


In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat es doch tatsächlich geschneit. Im heimischen Garten sah das Ganze zwar nicht so üppig aus, aber das Internet versprach in den höheren Lagen einiges an Schnee.

Kurz entschlossen ging es deswegen zu einer kleinen Schneewanderung in den nahe gelegenen Spessart. Genauer gesagt zum „Engländer“.

Wer ihn nicht kennt: 
Der Spessart ist ein Mittelgebirge zwischen Vogelsberg und Rhön sowie Odenwald im südwestlichen Deutschland in den Bundesländern Bayern (Unterfranken) und Hessen. Die höchste Erhebung ist der Geiersberg im dicht bewaldeten Hohen Spessart mit 585 m über dem Meeresspiegel.

Es ist schon erstaunlich, da fährt man gerade mal eine halbe Stunde durch die Pampa und plötzlich findet man sich in einer vollkommen anderen Welt wieder. Dick verschneite Bäume, die die Straße einrahmen und auf denen ein paar tapfere Sonnenstrahlen glänzen. Fast war es ein wenig schade, dass die Straße zu schmal war, um zumindest kurz anzuhalten um ein Foto zu machen. Aber bei dem Betrieb der da herrschte, keine Chance!

Vom Parkplatz aus ging es dann über verschneite Wiesen, den Ski- und Rodelhang hinauf und in den Wald. So ein Winterwald ist schon toll, irgendwie beruhigend wenn man durch den Schnee stapft.

Von ganz oben, immerhin ist der "Engländer" eine der höchsten Erhebungen des Spessarts, sieht man wie sich die Landschaft unter einem ausbreitet. Da wird mir erst richtig klar, wie schön es eigentlich so direkt vor meiner Haustür ist. Schon merkwürdig, dass einem sowas manchmal garnicht auffällt…








Spessart: Wanderung im Winterwald

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