Donnerstag, April 16, 2015


Wer von Nord nach Süd (oder von Süd nach Nord) auf dem Stuart Highway durch das Outback fährt, der kommt unweigerlich irgendwann nach Tennant Creek, ein kleines Städtchen irgendwo im nirgendwo (^^).

Die Stadt mit ihren ca. 3.500 Einwohnern wird wegen ihrer Lage und ihrer Goldvorkommen auch als "Goldenes Herz des Northern Territory" bezeichnet. Tennant Creek ist heute hauptsächlich Versorgungszentrum für die umliegenden Farmen und die Arbeiter in den Goldminen.

Der Ort war unser Ziel auf auf der Etappe von Alice Springs nach Tennant Creek, wo wir die Nacht verbringen sollten.

Warum ich diesem Örtchen nun einen eigenen Beitrag widme?
Nunja... Tennant Creek hat mich wirklich fertig gemacht... und es war eine so prägendes Erlebnis, dass ich es euch nicht vorenthalten möchte. Also gibt es heute mal ein bisschen was persönlicheres von mir.

Die Frau und der Frosch

Eigentlich fing alles noch ganz gut an. Mit Cola und Chips saßen wir auf ein paar etwas klapprigen Klappstühlen und genossen den wirklich wunderschönen Sonnenuntergang.
Vielleicht sollte man noch dazu sagen, dass es in Tennant Creek nur zwei Motels gab, und wir bereits das "bessere" der beiden gebucht hatten.

Nachdem es dann langsam die Dunkelheit aufzog verzog sich jeder in sein kleines Zimmerchen. Ich habe mich riesig auf eine schöne Dusche gefreut. Also Kontaktlinsen raus und im quasi Blindflug Richtung Dusche, aber irgendwas auf dem Boden hatte ich dann doch bemerkt. Ohne Brille seh ich wirklich wirklich schlecht. Als ich dann die Brille endlich gefunden habe starrte mich dann aus der Dusche ein kleines Fröschlein entgegen....

Im ersten Moment war das garnicht so schlimm. Selbst ist die Frau! Und der Frosch war ja auch irgendwie niedlich.
Also habe ich mir eine Tasse und ein Stück Papier geholt und das Fröschlein eingefangen.

Und wäre dieser dämliche Frosch einfach da geblieben, wäre auch alles gut gewesen!!! Aber nein! Ich war gerade auf halbem Weg durch das Zimmer als sich der Frosch aus seiner Gefangenschaft befreite... Mit einem gekonnten Sprung segelte er direkt an meinem Gesicht vorbei (wobei er sich ungefähr auf seine doppelte länge streckte)... aufs Bett... und darunter...

AAAAHHH!

Ich habe mich ehrlich gesagt nicht getraut unter das Bett zu schauen (wer weiß was da noch so drunter kreucht und fleucht...).

Ok, was tun? Mit Frosch unter dem Bett kann ich nicht schlafen...

Ich bin also zur Rezeption gelaufen und hab der Dame gesagt, das da ein FROSCH in meinem Zimmer ist! Vielleicht hatte ich da schon einen leicht panischen Ausdruck im Gesicht, denn die Dame lächelte milde und erklärte mir freundlich, dass das wohl öfter passiert. Die Frösche kommen aus dem Kanal nach oben, was auch erklärt, warum er in meiner Dusche war.
Die Dame war dann auch so nett und hat den Frosch aus meinem Zimmer entfernt... zusammen mit zwei seiner Geschwister, die sich noch in Bad aufhielten und die ich garnicht gesehen hatte.

Gut, danach war ich dann mehr als nur leicht panisch, vielleicht auch ein winziges Stückchen hysterisch....
Vor dem Schlafen hab ich jeden Abfluss verbarrikadiert, mit meinen Papier und meinen Schuhen oben drauf, dazu habe ich eine Decke in den Schlitz der Badezimmertür zum Schlafraum gestopft, dann das Bett von der Wand weggeschoben und mich in dessen Mitte so klein wie möglich zusammengerollt. Vorher habe ich aus dem Zimmer noch drei Heuschrecken, einen Tausendfüßler und ein undefinierbares fliegendes Tier entfernt. Trotzdem habe ich in dieser Nacht kein Auge zu gemacht... Ich weiß, ich hab mich da extrem angestellt und ein wenig übertrieben, aber Krabbeltiere sind einfach nicht meins....

Am nächsten Morgen erzählte mir dann eine der Mitreisenden, dass sie ebenfalls "Besuch" hatte. Bei ihr war der Frosch in der Toilette als sie den Deckel hochklappte. Sie war da nicht gerade zimperlich...

Deckel zu - Spülung drücken - Deckel auf - Frosch weg

Nach dem Frühstück ging es dann wieder weiter und ich war zum ersten Mal froh einen Ort zu verlassen...

Also meine Lieben:
Beware of the Frogs!!

Von Tennant Creek nach Katherine

Fährt man von Tennant Creek in Richtung Dawin, so verändert sich die Landschaft. Langsam wird die trockene Gegend immer grüner. Ganz schleichend fuhren wir in Richtung der Tropen. Iregndwann erreicht man auch Mataranka. Die heißen Quellen von Mataranka im Elsey National Park ziehen immer wieder jede Menge Besucher an. Die Thermalquellen sprudeln inmitten tropischer Vegitation und laden zum Baden ein.
Allerdings finden nicht nur Touristen die Quellen toll. In den Bäumen nisten hunderte von Flughunden, die einen ziemlichen Gestank und Lärm verbreiten. In der Regenzeit sollte man da etwas aufpassen.


Auf der weiterfahrt kommt man auch am Daly Waters Pub, einer echten Busch-Kneipe, vorbei und sollte man zumindest einmal einen Besuch abstatten, es lohnt sich.


Zum Schluss noch ein kleiner Tipp:
Wer vom Stuart Highway in Richtung Queensland aufbricht, der sollte wirklich genug Benzin dabei haben



Diesmal war es etwas konfus, aber ich hoffe ihr hattet trotzdem Spaß beim lesen.

Hattet ihr auf euren Reisen denn auch schonmal tierischen Besuch in eurem Zimmer? Vielleicht möchtet ihr mir ja davon erzählen? Dann schreibt mir doch einfach einen Kommentar. Ich würde mich freuen :-)

Australienrundreise 2011 Teil 09 - Tennant Creek und Mataranka

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Sonntag, April 12, 2015



Der Hohe Ifen ist ein 2229 m ü NN hoher Berg in den Allgäuer Alpen westlich des Kleinwalsertals.

Durch das schräge Ifenplateau ist der Berg sehr markant und leicht zu erkennen. Nordöstlich des Ifenplateaus befindet sich der Gottesacker. Eine unter Naturschutz stehende Karstlandschaft mit vielen Höhlen und seltenen Pflanzen.

Wochenbild #10 - Hoher Ifen (Österreich)

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Mittwoch, April 08, 2015


Schon vor einiger Zeit habe ich die Blogparade von Sabine auf ihrem Blog geckofootsteps.de entdeckt. Das Thema „Mein schönster Reisemoment“ hat mich sofort begeistert. Grund genug mich an meinen ersten Beitrag zu einer Blogparade zu versuchen.

Zuerst dachte ich noch „So ein tolles Thema, das ist auch garnicht so schwer!“ und in meinem Kopf wirbelten die Gedanken durcheinander.

Da war der Moment als wir nach 7 Stunden Flug und 4 Stunden Autofahrt mitten in der Nacht am „Haus am See“ in Nova Scotia (Canada) ankamen und in der wolkenlosen Nacht unendlich viele Sterne am Himmel sehen konnten. Das war wundervoll. Ich liebe Sternehimmel und möchte irgendwann auch mal einen richtig fotografieren. Ich hoffe ich bekomme es irgendwann hin.

Nein, Moment! Genauso toll (oder noch besser) war es doch, als wir nach einem super Tag auf dem Cabot Trail (Nova Scotia) auf dem Weg zurück um eine Kurve fuhren und wie aus dem nichts dieser gigantische Mond dicht über der Landschaft hing. Dieser Anblick hat mich so sehr beeindruckt, dass ich fast gebremst hätte ohne auf das hinter mir fahrende Auto zu achten. Mein Mund stand vor Staunen offen wie bei einem kleinen Kind. Noch nie habe ich einen solch großen Mond gesehen.

Oder war der schönste Reisemoment vielleicht doch, als ich auf der Aussichtsplattform des Rockefeller Center stand? New York lag mir so zu sagen zu Füßen und langsam verfärbte sich der Himmel im Sonnenuntergang rot. Sonnenuntergänge sind für mich so ziemlich das schönste was es gibt. Das Farbenspiel, das die Natur hierbei zaubert ist so wundervoll, davon kann ich einfach nicht genug bekommen.








Und was ist mit Australien? Australien, mein Traum, mein Traumland, mein Herzenswunsch… Australien waren drei Wochen durchgängiges Glücksmoment (ok, einen Ausreißerabend gab es, da war ich nicht ganz so glücklich aufgrund der krabbeligen Mitbewohner in meinem Zimmer). Der erste Schritt raus aus dem Flughafen in Perth und zum ersten Mal wehte mir der warme australische Wind um die Nase. Kängurus und Koalas in freier Wildbahn. Krokodile die an meinem Bott vorbeischwimmen. Riesige Eukalyptuswälder und spektakuläre Landschaften. Die Oper von Sydney. Der weltberühmte Uluru (Ayers Rock) und so vieles mehr. Das ganze Land hat mich dermaßen mitgerissen, dass ich mich seit 3,5 Jahren dorthin zurückwünsche.



Je mehr man gesehen hat, umso schwieriger wird es DEN schönsten Reisemoment zu finden. Alles was man auf einer Reise erlebt ist einmalig. Jeder dieser Momente hat einen eigenen Platz in meinem Herzen, so dass ich ihn, und die Gefühle dazu, nie vergessen werde. Wie soll man sich denn da bitte entscheiden?
Oben stehen gerade mal vier Beispiele (aus der jüngsten Zeit), stellvertretend für all die schönen Reisemomente ich bereits erleben durfte. Sie lassen sich nicht vergleichen und doch haben sie alle etwas gemeinsam:

Den Anfang!

Und das ist er dann auch, mein schönster Reisemoment.

Als ich so darüber nachdachte, wurde es mit der Zeit immer klarer. Der schönste Moment der Reise ist für mich der Beginn selbiger.

Quelle Foto: Fraport AG

Es ist der Moment, wenn ich mit dem Ticket in der Hand vor der großen Abflugtafel des Frankfurter Flughafens stehe und das Klackern bzw. Rauschen der Plättchen höre, wenn diese aktualisiert wird. Denn das bedeutet für mich, dass es losgeht. Ich steige in das Flugzeug um mir einen weiteren Traum zu erfüllen. Der Alltag bleibt hinter mir zurück und ich erlebe etwas neues, etwas aufregendes! Gleichzeitig verfliegt in diesem Moment die „kribbelige“ Vorfreude und wird ersetzt durch ein warmes (und entspanntes) Glücksgefühl und das ist etwas, dass das Reisen für mich zu etwas so wundervollem macht.


Denn nur auf Reisen kann ich wirklich frei atmen!


Wer mehr über schöne Reisemomente lesen möchte (um vielleicht sein Fernweh zu steigern) sollte sich die anderen Beiträge zur Blogparade „Mein schönster Reisemoment“ einmal durchlesen.

Oder hast du vielleicht selbst einen solchen Moment erlebt. Dann mach doch mit bei Sabines Blogparade (noch bis 15. April 2015) oder beschreibe ihn mir in einem Kommentar.

Mein schönster Reisemoment: Wenn das Herz aufatmet

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Sonntag, April 05, 2015



Ich wünsche euch allen frohe Ostern!!!

Wochenbild #09 - Ostergruß (Deutschland)

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Donnerstag, April 02, 2015


Heute wird es "teuflisch"! Denn auf unserem Weg durch das Rote Zentrum hieß die nächste Etappe von Alice Springs nach Tennant Creek.
Ca. 510 km fährt man auf dieser Strecke von "A" nach "B" und meist gab es nicht mehr zu sehen, als die rote "Wüste" durch das Fenster. Zudem war es wohl einer der heißesten Tag während meines Aufenthaltes.

Ca. 103 km südlich von Tennant Creek, also direkt auf unserem Weg, liegen die Devil's Marbles oder auch Karlu Karlu genannt. Die so genannten Murmeln des Teufels sind eine Ansammlung von riesigen Granitsteinen, die aus der Ebene ragen.


Traumzeit: Nach dem Glauben der Ureinwohner stellen die Stein mit ihrer Kugelform die Eier der Regenbogenschlange Wanambi dar.

Die Felsen sind wirklich beeindruckend. Es gibt dort einen geologischen Lehrpfad, den man entspannt begehen und dabei die Granitkugeln ganz genau in Augenschein nehmen kann.
Wir kamen dort ungefähr zur Mittagszeit an, also so ziemlich zum heißesten Zeitpunkt den man sich aussuchen konnte...



Wenn man den Bus verließ fing die Haut sofort an zu prickeln (zumindest bei mir), aber ich hatte mich ganz brav mit Sonnencreme eingeschmiert und hatte meinen Hut auf. So blieb mir der Sonnenbrand erspart. (Überhaupt hatte ich wirklich Glück und in den ganzen 3 Wochen nicht einmal Sonnenbrand.)



Die Devil's Marbles sind meiner Meinung nach eines der "Must See" wenn man durch das Rote Zentrum tourt. Trotz der Hitze war ich absolut begeistert von diesen Steinen.
Ihren Namen haben die Murmeln des Teufel angeblich von den Siedlern, deren Vieh auf unerklärlicherweise in diesem Gebiet verendet ist. Sie glaubten, dass es hier nur mit dem Teufel zugehen konnte... viel später hat man dann herausgefunden, dass wohl das Gras für die Tiere giftig war. Ob das wirklich stimmt weiß ich nicht, aber die Geschichte ist mir so im Gedächtnis geblieben



Australienrundreise 2011 Teil 08 - Devil's Marbles - Die Murmeln des Teufels

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