Sonntag, Juli 26, 2015


Von Darwin ging es weiter nach Cairns und damit auch zu unserer letzten Station auf der Rundreise.
Cairn liegt im Nord-Osten von Australien im Bundesstaat Queensland und ist die Hauptstadt des tropischen Nordens.
Regenwälder, traumhafte Sandstrände und natürlich das berühmte Great Barrier Reef vor der Tür machen die Stadt zu einem der beliebtesten Anlaufpunkte bei Touristen.

Nicht weit von Cairns entfernt liegt Kuranda. Mit der "Skyrail"-Gondel schwebt man über den Regenwald hinweg bis zu dem Bergdorf. Auf dem Weg gibt es mehrmals die Gelegenheit, die Gondel zu verlassen und einen kleinen Rundgang durch den Regenwald zu machen, um sich die beeindruckende Flora und Faune zu betrachten. Etwas, ads man sich nicht entgehen lassen sollte.
Der Regenwald um Kuranda wurde übrigens zum Weltnaturerbe erklärt.

 Oben angekommen hat man Zeit über den Kuranda Market zu schlendern, auf dem man mit Andenken nur so überhäuft wird, oder sich eine der "tierischen" Sehenwürdigkeiten anzusehen.
Im Australian Butterfly Sanctuary kommen Insektenliebhaber auf ihre kosten. Oder man besucht die begehbare Vogelvoliere Kuranda Birdworld mit über 40 Regenwaldvogelarten.
Ich habe mich leider mal wieder nicht richtig mit dem Tagesziel Kurada auseinandergesetzt, weswegen ich natürlich erst nach meinem Besuch von diesen bestimmt tollen alternativen zum Kuranda Market erfahren habe, den ich persönlich nicht ganz so toll fand, wie er angepriesen wurde. Mit den Vögeln wäre ich eventuell glücklicher gewesen (^^), aber es lässt sich nun nicht mehr ändern bzw. beim nächsten Mal mach ich es einfach besser ;-)

Nach einem ganzen Tag in Kuranda ging es am späten Nachmittag mit der Kuranda Scenic Railway wieder zurück nach Cairns. Die Strecke ist seit 1891 unverändert in Betrieb.


 Der Zug braucht ca. 2,0 Stunden von Kuranda nach Cairn (oder umgekehrt) und hält dabei an besonders schönen Ausblicke sogar noch einmal an, damit man diesen fotografieren kann.


Der nächste Tag war dann der, auf den ich mich im Vorfeld wohl mit am meisten gefreut hatte. Die Fahrt zum Great Barrier Reef
Es klang schon in der Beschreibung so toll:
Sie fahren mit dem Katamaran hinaus auf das Außenriff.

Stand da auf dem Zettel für diesen Tagesausflug und ich (naiv wie ich nunmal manchmal einfach bin) hatte das Bild eines Segelkatamarans vor Augen. Dementsprechend lang war mein Gesicht, als wir am Hafen von Cairns vor diesem riesigen "Fährschiff" standen. Ein Katamaran war es schon, es hatte schließlich zwei Rümpfe, aber es hatte so garnichts mit meinen Vorstellungen davon zu tun.
Hatte ich mit einer kleinen Personengruppe gerechnet, so wurde ich hier schnell eines besseren belehrt. Das Schiff war für rund 200 bis 300 Personen ausgelegt (im übrigen fast alle mit asiatischen Aussehen).
Schon da war machte sich leichte Enttäuschung bei mir breit. Aber gebucht ist gebucht, und schließlich geht es ja um das Riff und nicht um das Schiff.
Die Fahrt zog sich dann auch etwas in die Länge, wobei ich den seekranken, grüngesichtigen Chinesen beim sich übergeben zusehen konnte (es ist teilweise echt interessant, wie sich Gesichtsfarben verändern können...).

Am Außenriff endlich angekommen erwartete uns eine schwimmende Plattform, auf der die knapp 300 Leute abgeladen wurden. Noch immer hatte ich die Hoffnung, dass es zumindest Unterwasser so toll werden würde, dass man alles andere einfach als nebensächlich abtun könnte. Leider war auch die Unterwasserwelt um die schwimmende Plattform herum alles andere als das, was ich mir unter dem Great Barrier Reef vorgestellt hatte. Deswegen gibt es hier auch keine Bilder dazu... Vielleicht hätte ich weiter von der Plattform wegschwimmen müssen um mehr zu sehen... keine Ahnung...

Vielleicht lag es daran, dass ich mich so sehr auf diesen Ausflug gefreut hatte, dass ich danach dermaßen enttäuscht war. Ich war so enttäuscht, dass ich nach meiner Rückkehr endlich meinen Tauchschein gemacht habe. Das nächste mal, wenn ich das Reef besuche (und irgendwann werde ich das!) dannmöchte ich dort richtig Tauchen und nicht mit 300 anderen ein Minifleckchen teilen.

Entschädigt wurde ich dann abends am Strand allerdings noch von einer wirklich schönen Abendstimmung.


Leider konnte man in der Zeit, in der ich in Cairns war nicht einfach so ins Meer. Denn von November bis Mitte Mai ist Quallensaison und es ist wohl ratsamer dann nur in den durch Netzen geschützten Bereichen ins Wasser zu gehen, schließlich sind die Quallen in Australien nicht so ohne.

Dieser Abend hat es mir trotzdem umso schwerer gemacht, dieses wundervolle Land am nächsten Tag zu verlassen.
Während der gesamten Reise hatte ich immer wieder den Gedanken, einfach nicht zurück nach Deutschland zu gehen. Wehmütig bin ich trotzdem am nächtsen Tag in den Flieger gestiegen und nach Hause geflogen.

Tipp: Wer einen Flug von Cairns über Brisbane nach Hause bucht, der sollte die Umsteigezeit nicht zu knapp wählen. Der Inlandsflughafen und der Internationale Flughafen leigen nämlich ein gutes Stück auseinander. Es gibt zwar einen Shuttle-Bus, allerdings kann man sich ungefähr vorstellen was los ist, wenn ein ganzer Flieger von dem einen zu dem anderen Flughafen muss und nur ein Bus zur Verfügung steht.

Damit endet meine Reise einmal kreuz und quer durch Australien. Das gesamte Land hat mein Herz gefangen genommen und mich durch seine ständig verändernde Landschaft immer wieder aufs neue überrascht und in seinen Bann geschlagen. Entweder nimmt es einen von anfang an gefangen oder es gefällt einem eben nicht.

Selbst jetzt, nach immerhin fast 4 Jahren, hatte ich bei jedem einzelnen der Berichte ein paar Tränen in den Augen, wenn ich diese Erinnerungen noch einmal durch gehe.
Vielleicht habe ich ja dem ein oder anderen Lust gemacht, dieses fantastische Land auch einmal zu bereisen. Ich jedenfalls kann es nur jedem empfehlen.


Warst du auch schon einmal in Australien? Hat dich dieses Land auch so in seinen Bann gezogen?
Wenn ja, dann erzähle mir doch davon, ich würde mich freuen.



Australienrundreise 2011 Teil 12 - Cairns und Umgebung

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